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Zierfischfreunde Warendorf e. V.

Der Aquarienverein

Der Aquarienverein Zierfischfreunde Warendorf e. V. hat es sich zum Ziel gesetzt die Aquarien- und Terrarienfreunde Warendorfs und des umliegenden Münsterlandes in ihren gemeinsamen Interessen zusammenzuführen. Wir wollen unser Wissen über die von uns gepflegten Fische, Garnelen, Krebse und Aquarienpflanzen erweitern und vertiefen und Erfahrungen austauschen. Dazu organisieren wir Vereinsabende, Workshops und gemeinsame Ausflüge. Zu unseren Treffen kommen regelmäßig Aquarianer aus Warendorf, Sassenberg, Münster und Oelde. An unseren Exkursionen und Workshops nehmen Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen und aus Niedersachsen teil.
Wir pflegen Kontakte zu anderen Aquarienvereinen und Interessengruppen und besuchen verschiedene aquaristische Veranstaltungen. Unsere Mitglieder fahren zum Beispiel gemeinsam zu den Treffen der Deutschen Killi-Gemeinschaft, zu Zierfischbörsen oder Kongressen wie dem Süßwasser-Kongress im Klimahaus in Bremerhaven oder dem Meerwasser-Symposium in Lünen. Berichte darüber sind in unserem Archiv zu finden.
Altum-Skalare im Aquarium

Altum-Skalare im Aquarium
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Aquaristik ist mehr als Tierhaltung

Die Aquaristik hat schon seit ihren Anfängen dazu beigetragen, das Wissen über Tiere und Pflanzen in aquatischen Lebensräumen zu verbessern. Vieles, was wir über die Lebensansprüche, das Verhalten, und die Fortpflanzungsbiologie von Fischen, Garnelen, Krebsen und Schnecken wissen, geht auf die Beobachtung in Aquarien zurück. Als Hobbyisten, die sich intensiv mit einer bestimmten Tierart oder Pflanzengruppe beschäftigen, investieren Aquarianer viel Zeit und zum Teil auch Geld in Projekte, die in dem Umfang nicht von der wissenschaftlichen Forschung realisierbar wären. Als Beispiel sei hier nur die erste Nachzucht von Amanogarnelen genannt, durch die es möglich wurde den gesamten Lebenszyklus dieser Garnelen zu dokumentieren. Aquarianer sind praktische Naturwissenschaftler mit viel persönlichem Einsatz.

Eine starke Gemeinschaft

Ein Pärchen Tequila-Kärpflinge im Aquarium

Ein Pärchen Tequila-Kärpflinge
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Die Stärke der organisierten Aquarianer liegt darin, dass wir unsere Erkenntnisse und Nachzuchten mit anderen Aquarianern teilen.
Die meisten Erkenntnisse über die Lebensweise und die Fortpflanzung von Zierfische stammen von Hobbyisten. Durch den Austausch von Wissen wurde es möglich, dass heute 90 % der Zierfische, Garnelen und Schnecken die für die Süßwasseraquaristik im Handel zu finden sind, aus Nachzuchten stammen. Manche Tiere und Pflanzen werden fast ausschließlich von Aquarianern untereinander weiter gegeben. Zum Beispiel viele Killifische, die Zebra-Apfelschnecke (Asolene spixi) oder die Lebendgebärende Wasserähre.
Einige Wasserkelch-Arten, deren Naturstandorte bereits seit Jahrzehnten zerstört sind, sind bis heute bei Liebhabern dieser Pflanzengattung in Kultur. Der Tequila-Kärpfling wurde in seiner mexikanischen Heimat durch Umweltzerstörung ausgerottet. Die Fische wurden aber über 20 Jahre lang von engagierten Aquarianern gezüchtet und weitergegeben. Dadurch blieb die Art erhalten und es stand genug genetisches Material zur Verfügung, um ein gezieltes Nachzuchtprogramm zu starten. Inzwischen werden diese Fische in ihrem ursprünglichen Lebensraum wieder angesiedelt.
Durch den Austausch von Informationen, Tieren und Pflanzen untereinander machen wir Aquarianer die Aquaristik zu einem nachhaltigen Hobby.

Vereinsleben ist Networking

Killifische

Ein Pärchen Aphyosemion bualanum
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Den Vereinen kommt in der Aquaristik eine wichtige Rolle zu. Zur Weitergabe von Haltungs- und Zuchtberichten dienten den Aquarianern schon immer naturwissenschaftliche Magazine und Aquarienzeitschriften. Auf dem Weg zur fertigen Veröffentlichung gibt es aber viele Fragen zu klären und auch Rückschläge gehören im aquaristischen Alltag dazu. Der persönliche Austausch mit anderen Aquarianern in der Gruppe bringt nicht nur neue Ideen und Impulse. Er ermöglicht es auch die Zuchttiere oder Jungpflanzen in kompetente Hände abzugeben und von dort auch wieder Tiere und Pflanzen zurück zu bekommen. Durch den persönlichen Kontakt ist die Weitergabe von Informationen und Zuchtmaterial im Verein verbindlicher, als beim Austausch über die digitalen Medien.
Gleichzeitig bietet der lokale Verein den Mitgliedern die Möglichkeit Projekte zu realisieren, die von Privatleuten schwer umsetzbar wären. Beispielsweise sorgt er für die rechtliche und finanzielle Absicherung bei Vortragsabenden, Börsen und Kongressen. Manche Vereine betreiben eine öffentlich zugängliche Aquarienanlage in vereinseigenen Räumen oder sogar einen Tierpark.
Im Verein kann ein einzelner Aquarianer Hilfe und Unterstützung für eigene Projekte finden. Gemeinsam erreichen wir mehr.